SMI im Mai: Warum die Defensiven plötzlich wieder gefragt sind.
Nestlé, Roche und Novartis haben zusammen +6,4% gemacht - was steckt dahinter, und ist es nachhaltig?
Nach Monaten, in denen alle nur über KI-Aktien gesprochen haben, drehen die Anleger den Spies um. Die drei Schweizer Schwergewichte profitieren von steigenden Zinsängsten in den USA: Investoren parken ihr Geld in stabilen Cashflow-Generatoren, nicht in Wachstumshoffnungen.
Wir denken: Die Bewegung hat noch Luft, aber wer jetzt erst einsteigt, kauft auf einem Niveau, auf dem Enttäuschungen schmerzen. KGV-Vergleich mit dem 5-Jahres-Schnitt: Nestlé bei +12%, Roche bei +8%, Novartis bei +5%.
Interessanter Nebeneffekt: Die SMI-Dividendenrendite liegt im Schnitt bei 3,2% - deutlich über der zehnjährigen Bundesanleihe. Solange das so bleibt, fliesst Geld in defensive Schweizer Titel zurück.
Für langfristige Anleger lohnt sich der Blick auf die Qualität der Geschäftsmodelle. Nestlé verdient an Konsum, der auch in Krisen läuft. Roche dominiert die Diagnostik. Novartis hat eine starke Pipeline. Das sind keine spektakulären Stories, aber sie tragen Portfolios über Jahrzehnte.